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Alarmanlagen der Vergangenheit

 Unser Bedürfnis nach Sicherheit ist so alt wie die Menschheit selbst. Wahrscheinlich kommt das daher, dass es schon immer Einflüsse gab, die uns Leben und Besitz streitig machen wollten. In der grauen Vorzeit waren das Dinosaurier und unsere Mitmenschen. Inzwischen sind es zum Glück nur noch unsere Mitmenschen. Demnach ein lösbares Sicherheitsproblem Problem mit dem man sich schon seit langem beschäftigt. Selbst in der Bibel heißt es bereits seit ein paar Millennien man soll nicht stehlen.

Von Babylon bis Rom 

In der Antike wurden deswegen Tiere genutzt, um diese Funktion zu erfüllen. Bereits auf babylonischen Steintafeln lassen sich Kriegshunde erkennen, die auch als Wachhunde eingesetzt worden sind. Leider waren diese nicht immer besonders zuverlässig. Kernprobleme waren, dass die Hunde bei bekannten Personen nicht reagierten oder sich leicht durch Futter ablenken ließen.

Das berühmteste Versagen eines Wachhundes ereignete sich wohl um 390  v.Chr. bei der Schlacht an der Allia. Die Legende besagt, dass der Konsul Marcus Manlius Capitolinus dem Angriff der Kelten nur entkommen konnte, da Gänse vor Angst laut schnatterten und ihn dadurch alarmierten. Die Wachhunde hatten es versäumt Ihre zugedachte Aufgabe zu erfüllen. Seitdem wurden Gänse bei den Römern besonders verehrt und einmal im Jahr feierlich durch die Stadt getragen. Neben der Gans wurde noch ein gekreuzigter Hund zur Schau gestellt, um an das Versagen der Tiere zu erinnern.

Noch heute werden Gänse aufgrund Ihres immensen Sehvermögens, Lernfähigkeit und Wachsamkeit zum Schutz von Whisky Destillen  genutzt. Sogar zur Bewachung von Gefängnisinsassen werden Sie in der brasilianischen Strafanstalt der Gemeinde Esperantina eingesetzt. Da Geld für Gefängniswärter und Hundefutter fehlte, gedachte man der alten Römer und kaufte fünf Graugänse zum Wachschutz. Diese bewachen seither erfolgreich mehrere Hundert Gefangene.

 

Uguisubari

In Japan hat man sich ein besonderes System einfallen lassen, dass bis auf den Namen auch ohne Tiere auskommt. Uguisubari bedeutet so  viel wie „ ein Vogel der laut schreit“.  Bei dieser Methode handelt es sich um Böden, die so angelegt sind, dass Sie ein schrilles Geräusch abgeben, sobald man sie betritt. Das Geräusch kommt von den Nägeln der Lattenroste, die bei jedem Schritt in eine metallische Öse gedrückt werden. Die Böden wurden auch nicht direkt auf die Erde, sondern auf Holzbalken montiert, wodurch man etwas Spiel in der Mitte hatte, sobald der Boden belastet wurde. Läuft man über so einen Boden hört sich das in der Tat wie eine Vielzahl von lauten Vögeln an. Daher auch die deutsche Bezeichnung Nachtigall-Boden. In Tempeln und Klöstern war es durch dieses Geräusch nachts sehr leicht Eindringlinge auszumachen.

Türmer und Kreidfeuer

Früher hatten auch die sogenannten Türmer die Aufgabe Städte oder Burgen vor herannahenden Gefahren zu warnen. Je nach Gegebenheit hielten die Türmer von ihren Kirchtürmen, Stadtbefestigungstürmen oder Bergfrieden Ausschau nach Truppen, Banden oder auch Bränden. Bei Gefahr nutzen Sie Ihr Wächterhorn, Glocken oder Signalflaggen zur Warnung.

Kreidfeuer kennt man heutzutage wohl nur noch aus der Verfilmung des Romans Herr der Ringe. In einer Szene der Verfilmungen wurde über Berggipfel hinweg eine Kette von Signalfeuern entzündet, um dem benachbarten Königreich Rohan zu signalisieren, dass Gondor angegriffen wird. Diese Warnfeuer wurden auch tatsächlich im späten Mittelalter verwendet, um vor Gefahren zu warnen. Die Stationen der Kreidfeuer lagen meistens auf gut sichtbaren Burgen oder Berggipfeln. An den Standorten lagen immer zwei große Holzstöße bereit.  Einer davon bestückt mit feuchtem Holz und der andere mit trockenem. Wenn Tagsüber eine Nachricht übermittelt werden sollte, benutzte man den feuchten Holzstoß. Der dadurch entstehende Rauch war tagsüber gut sichtbar. Nachts wurde das trockene Holz verwendet und anhand der Flammen Gefahr signalisiert.

Die ersten Alarmanlagen

August Russel Pope sicherte sich 1853 das Patent für die erste elektromagnetische Alarmanlage. Dabei handelte es sich um ein von Batterien betriebenes System, bei dem Fenster, Türen und andere potentielle Eingänge eigene Einheiten für sich bildeten. Sobald ein Fenster oder eine Tür geöffnet wurde, schloss sich der elektrische Stromkreis. Durch den geschlossenen Stromkreis fingen Magnete, die am System montiert waren, an zu vibrieren und gaben diese Vibrationen an einen Hammer weiter. Dieser Hammer wiederrum schlug gegen eine Messingglocke. Ausschalten ließ sich das System nur über einen in der Wand montierten Schalter.

Verbessert wurde diese Anlage 1859 durch George F. Milliken. Durch seine Entwicklung war es nun möglich alle Fenster und Türen miteinander zu verbinden. Außerdem schlug die Alarmglocke bei Einbruch nun unterschiedlich oft, je nachdem wo der Alarm ausgelöst worden war.

Vernetzte Systeme

Der ausgebildete Telegraph Edward A. Calahan erfand 1868 das erste vernetzte Einbruchmeldesystem. Nachdem einer seiner Kollegen Opfer eines Einbruchdiebstahls wurde, fasste er den Plan die Nachbarschaft seines Kollegen mit jeweils einem Notrufkasten und einer Läutvorrichtung auszustatten und die Häuser miteinander zu vernetzen. Sobald nun in der Nachbarschaft eingebrochen wurde, wurden alle Nachbarn alarmiert.

Aktuelle Systeme

Wie man sieht hat die Sicherheitstechnik einen langen Weg der ständigen Entwicklung hinter sich. Wir hoffen Sie fanden unseren kleinen Ausflug in die Vergangenheit informativ und unterhaltsam. Wenn Sie sich über den aktuellen Stand der Technik informieren möchten, schauen Sie sich doch auf unserer Webseite um. Wir beraten Sie auch gerne persönlich. Hinterlassen Sie einfach Ihre Kontaktdaten am unteren Bildschirmrand und unsere Kollegen antworten Ihnen zeitnah.





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